MARIA KLIMEK-CIESCHINGER MSc[ma'ʀiːʌ 'kliːmɛk 'tsiːʃɪŋɐ] |
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FORSCHUNG
Promotionsprojekt
Titel: Definite Reference
Betreuer: ⇒ Prof. Dr. Peter Bosch
Definite Referenz ist ein klassisches Thema der Linguistik und der Sprachphilosophie.
Es wird weithin angenommen, dass der angemessene Gebrauch einer definiten
Kennzeichnung voraussetzt, dass der entsprechende Referent in der einen oder
anderen Art einzig sein muss im Common Ground
(vgl. z. B.
Stalnaker (2002)). Es gibt jedoch Verwendungsweisen definiter Kennzeichnungen,
die diese Bedingung nicht erfüllen und trotzdem adequat sind.
In meiner Dissertation werde ich einige dieser Fälle, die sich eben nicht
im Rahmen vorherrschender Definitheitstheorien erklären lassen, untersuchen.
Der Schwerpunkt meiner Arbeit wird theoretischer Natur sein, ich werde aber auch
experimentelle Untersuchungen durchführen (in Zusammenarbeit mit der
Neurobiopsychologie-Gruppe).
Forschungsschwerpunkte
Meine Forschungsschwerpunkte beziehen sich auf die theoretischen Grundlagen der
Semantik und Pragmatik von natürlicher Sprache. Insbesondere interessiere
ich mich für das Phänomen der Definitheit, sowohl aus linguistischer
als auch aus sprachphilosophischer Sicht.
In meiner ⇒ Bachelor-Arbeit
(pdf) habe ich Kontraktionen von Präposition und bestimmtem
Artikel im Deutschen untersucht und meine Ergebnisse auch auf mehreren Konferenzen
oder Tagungen vorgestellt.
In letzter Zeit, also in meiner ⇒ Master- Arbeit (pdf), habe ich mich detailliert mit einer Stalnaker-schen Theorie der Definitheit auseinandergesetzt und gezeigt, dass es einige Verwendungsweisen des definiten Artikels gibt, die nicht von einer solchen Theorie erfasst werden können (u. a. auch deutsche Präposition-Artikel-Kontraktionen).
In meiner Dissertation möchte ich die Bedeutung des bestimmten Artikels näher untersuchen, theoretisch und experimentell, in der der Hoffnung, dass sich meine Hypothese bestätigt, dass der bestimmte Artikel, im Gegensatz zur gängigen Sichtweise, eben doch mehrdeutig ist.
Etwas genereller formuliert interessiere ich mich also für die Schnittstelle von Semantik und Pragmatik, insbesondere für Themen wie Definitheit, Spezifizität und Referenz. Als angehende Kognitionswissenschaftlerin interessiere ich mich aber natürlich auch für die Verarbeitung natürlichsprachlicher Ausdrücke, insbesondere für die Integration von nicht-linguistischen Informationen in den Verarbeitungsprozess linguischer Äußerungen und die Inkrementalität von Sprachverarbeitung.