Lectures

8.3281 Der Wille, Neigungen und das Gute: Philosophie des Geistes und philosophische Anthropologie von Platon bis zu Harry Frankfurt

Meyer

Type Language Semester Credits Hours Room Time Term Year
S d 3 4 2 Mi 10-12 W 2017
BSc: optional compulsory (Wahlpflichtbereich)
BSc examination field: Philosophy of Cognition / of Mind (KOGW-WPM-PHIL)

Syllabus:

Kant bezeichnet Kant "Was ist der Mensch?" als den zentralen Gegenstand der Philosophie, auf den letztlich alle anderen philosophischen Fragen bezogen sind (AA IX, S. 25). In diesem Seminar wollen wir uns mit dieser Frage aus der Perspektive der Struktur des Willens auseinandersetzen. Nach Auffassung vieler Philosophen ist der menschliche Wille durch eine gewisse Dualität gekennzeichnet. Einerseits kann er eher subjektiv-eigennützigen Motiven recht unmittelbar folgen (Grundbedürfnisse, Genuss, aber auch das Bedürfnis, andere zu übertreffen oder zu beherrschen, etc.); andererseits kann er sich auch an abstrakteren Ideen orientieren, etwa am (moralisch) Guten und Gerechten oder an einem umfassenderen persönlichen Lebensplan. Auf welche Seite dieses Spannungsverhältnisses soll man sich schlagen? Gibt es gute Gründe, zugunsten des moralisch Guten auf die Befriedigung eigener Bedürfnisse zu verzichten und seine unmittelbaren Willensregungen entsprechend zu disziplinieren? Oder ist es klüger, schlicht seine Interessen durchzusetzen?
Unter diesem Gesichtspunkt wollen wir uns eine Reihe zentraler philosophischer Positionen ansehen. Die Spanne reicht dabei von der Antike bis zur modernen Philosophie des Geistes: Vorgesehen sind Texte von Platon, Kant, Hume, Schopenhauer, Kierkegaard und Frankfurt. Dabei werden eine Reihe von Grundthemen der Philosophie berührt: Das Gute, der Begriff des Sollens, Glück, Willensfreiheit, Menschenwürde u.a.m.
Die Texte werden in einem Semesterapparat in der UB (AVZ) zur Verfügung gestellt. 4 LP können entweder durch eine Hausarbeit oder durch eine mündliche Prüfung erworben werden.

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